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Renditen am Aktienmarkt: Illusion oder Wirklichkeit?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


TradingDay.de > Überdurchschnittliche Renditen am Aktienmarkt: Illusion oder Wirklichkeit?

Überdurchschnittliche Renditen am Aktienmarkt: Illusion oder Wirklichkeit?

Die Treiber der Aktienkurse : Unternehmensgewinne, Inflation und das KGV

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Wir haben gesehen, dass die Aktienkurse aus

  • den Unternehmensgewinnen,
  • der Inflation und
  • dem KGV
abgeleitet werden können.


Aber welchen Anteil haben die einzelnen Faktoren an der historischen Kursentwicklung des S&P 500 von 1945 bis 2006 von ca. 8100 Prozent?

Die folgende Abbildung zeigt, wie sich die realen Unternehmensgewinne, die Inflation und das KGV relativ seit 1950 verändert haben:



Die realen Unternehmensgewinne haben sich somit mehr als versiebenfacht, der Preisindex hat sich mehr als verelffacht und die Bewertung hat sich nur schwach verändert.

Die Multiplikation 7,5fache Gewinne x 11fache Inflation x 1fache Bewertung => 8100 Prozent Kurssteigerung!

Die Bewertung ist gegenüber dem Jahr 1945 in etwa gleich geblieben. Hieraus kann man jedoch nicht zwangsläufig ableiten, dass die Aktien heute fair bewertet sind. Vielleicht waren die Aktien bereits 1945 über- oder unterbewertet.

Zusammenfassung:
  • Wir haben gesehen, dass der Anstieg des S&P 500 weit weniger spektakulär erscheint, wenn man die Inflation heraus rechnet. Wie man oben sehen kann, ist die Inflation für einen sehr großen Teil des Kursanstieges verantwortlich.
  • Inflationsbereinigt ist der S&P von 1945 bis 2006 um jährlich 3,33 Prozent gestiegen. Die Rendite verbessert sich allerdings leicht durch die ausgeschütteten Dividenden.
  • Man kann die ganze Sache auch ein wenig positiver sehen: Der jährliche Anstieg von real 3,33 Prozent liegt über der Rendite anderer Anlageformen, wie z.B. Staatsanleihen. So konnte man mit Aktien trotz Inflation den Wert seines Geldes erhalten und zusätzlich eine Rendite von 3,33 Prozent pro Jahr in Form von Kurssteigerungen erzielen. Hinzu kommen die ausgeschütteten Dividenden.
  • Zudem haben wir gelernt, dass der S&P 500 Index allein aufgrund von Bewertungsänderungen (KGV) historisch um über 800 Prozent geschwankt hat.
  • Überdurchschnittliche Kursgewinne von mehr als 3,33 Prozent ließen sich in der Vergangenheit immer nur dann erzielen, wenn man die Aktien in Phasen einer niedrigen Bewertung (z.B. KGV von 8) gekauft und bis in eine Phase mit hoher Bewertung (z.B. KGV von 25) gehalten hat.
  • Die Unternehmensgewinne der Unternehmen des S&P 500 wuchsen in der Vergangenheit um jährlich und real nur 3,4 Prozent. Wenn man davon ausgeht, dass das Wachstum auch zukünftig nur 3,4 Prozent betragen wird und das KGV in etwa gleich bleiben wird, dann lassen sich zukünftig nur reale Kursgewinne von 3,4 Prozent über den Kauf der Aktien des S&P 500 erzielen. Es ist zu vermuten, dass diese Entwicklung auch für andere große Aktienindices Gültigkeit hat, wie z.B. dem Dax oder dem Dow Jones Industrials. Der jährliche Gewinnanstieg von etwas über 3 Prozent steht im Übrigen in Einklang mit dem historischen Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes der USA in Höhe von 3,1 Prozent (1945 bis 2006).
Seien Sie bei übermäßig hohen Renditeversprechen immer skeptisch, nur so können Sie sich vor hohen Verlusten Ihres Kapitals schützen.



Alle Abschnitte dieses Kapitels
Renditen am Aktienmarkt, Illusion oder Wirklichkeit - Einführung
Inflationsbereinigte Kursentwicklung des S&P 500 Indexes
Gewinnentwicklung der Unternehmen im S&P 500 Index
Historische Bewertung der Unternehmen des S&P 500
Einluss des KGV auf die Aktienkurse
Einfluss von Unternehmensgewinnen, Inflation und Bewertung auf die Börsenkurse



 
 
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